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Lichtbogenhandschweißen

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Das Lichtogenhandschweißen nutzt ähnlich dem MSG-Verfahren einen Lichtbogen, um die Elektrode abzuschmelzen. Jedoch wird eine Schutzatmosphäre um das Schweißgut nicht durch ein extern zugeführtes Gas, sondern durch entsprechende Zusätze der Elektrode selbst, eingestellt.

Das Lichtbogenhandschweißen wird häufig auch als E-Handschweißen bezeichnet. Es ist der älteste und vielseitigste der Lichtbogen-Schweißprozesse. Der elektrische Lichtbogen wird zwischen einer umhüllten Stabelektrode und dem Werkstück aufgebaut. Der metallische Kernstab schmilzt im Lichtbogen ab und geht tropfenförmig in das Schmelzbad über. Ein Teil, der mit gleicher Geschwindigkeit abschmelzenden Umhüllung, verdampft, stabilisiert den Lichtbogen und sorgt für den nötigen Gasschutz. Der Rest der Umhüllung bietet eine Schlacke, die das Schmelzbad und die abkühlende Naht vor der Atmospähre schützt. Diese Schlacke muss nach jeder Lage entfernt werden. Es gibt hunderte verschiedener Elektroden. Über ihre Legierungselemente lassen sich Festigkeit und Zähigkeit der Schweißnaht sehr genau beeinflussen. Das Lichtbogen-Handschweißen wird meist an Eisenwerkstoffen eingesetzt. Seine Einsatzfelder sind sehr verschieden. Trotz der vergleichsweise geringen Abschmelzleistung hat der Prozess unschlagbare Vorteile beim Schweißen im Freien und an schlecht zugänglichen Fügestellen.

Reparatur- und Hartauftragsschweißen

Es steht eine ganze Reihe von Auftragsschweiß-Technologien zur Verfügung, die dem verschlissenen Teil ein neues und oftmals längeres Leben schenken. Eine Vielzahl von Schweißgutlegierungen verleiht dem reparierten Bauteil eine erhöhte Beständigkeit gegen verschiedene Verschleißarten auch in Kombination mit Schlagbeanspruchung oder Korrosion. Oft ist die Standzeit des reparierten Teiles höher als die des Neuteiles. Deshalb wird bereits bei der Herstellung neuer Bauteile häufig eine Verschleißschutzschicht mittels Schweißen aufgetragen. Je nach Verschleiß- und Beanspruchungsart steht eine große Auswahl geeigneter Schweißzusätze mit unterschiedlich hoher Beständigkeit gegen bestimmte Verschleißarten, Korrosion, Hitze usw. zur Verfügung, die auf das beanspruchte Bauteilareal aufgetragen werden. Dies kann sowohl lokal begrenzt (z.B. Ventilsitz einer Armatur), als auch großflächig (z.B. Oberläche einer Stranggußrolle) geschehen. Neben traditionellen Einsatzgebieten, wie Bergbau und Tiefbau, findet das Auftragsschweißen heute auch in vielen anderen Industriezweigen Anwendung.

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