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Glossar

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Die Umwelt von A bis Z

Aluminium (Al)
Aluminium ist eine der Hauptkomponenten der am häufigsten verbreiteten Gesteinsarten. Ein erhöhte Säurehaltigkeit des Erdreichs setzt Aluminium frei, das in Flüsse, Seen und Meere geschwemmt wird beispielsweise die Vermehrung von Fischen und Vögeln beeinträchtigt. Aluminium setzt sich aus Bauxit zusammen. Seine Produktion verbraucht immense Energiemengen, aber gleichzeitig kann dieses Metall problemlos viele Male dem Recycling zugeführt werden.

Biodiversität
Biodiversität bezeichnet die große Artenvielfalt und genetische Vielfalt dieser Arten.

Biobrennstoff
Der Sammelbegriff für aus Pflanzen (Biomasse) gewonnenen Brennstoffe. Unter diesen Begriff fallen, von Holz und Stroh bis hin zu raffinierten Biobrennstoffen, wie Pelets und Ethanol, alle möglichen Varianten. Biobrennstoffe sind umgewandelte Solarenergie. Pflanzen transformieren solare in chemische Energie in Form verschiedener Zuckerarten. Sie sind erneuerbar, da sie nach ihrer Nutzung in relativ kurzer Zeit wieder hergestellt werden können, sofern unser Verbrauch nicht höher als ihr Anbau ist. Das Abholzen zu vieler Bäume kann negative Auswirkungen auf die Biodiversität haben. Torf gilt nicht mehr als ein Biobrennstoff.

Biotop
Ein spezieller natürlicher Lebensraum, von dessen Beschaffenheit eine dort beheimatete Pflanzen- oder Tierart abhängig ist. Das können ein Laubwald im Hochland, das Ufer eines Baches, Wälder in der Nähe von Bergen oder eine andere natürliche Umgebung mit speziellen Merkmalen sein. Verändern sich die Merkmale des Biotops, verändern sich auch die Lebensbedingungen der dort lebenden Arten. Viele Biotope verändern sich durch Eingriffe des Menschen, wie beispielsweise die Rodung von Wäldern, Trockenlegung von Sümpfen oder Überdüngung von Böden (Eutrophierung).

Bromhaltige Flammenhemmstoffe
Bromhaltige Flammenhemmstoffe werden Kunststoffen, Isoliermaterialien, Gehäusen von Elektronikgeräten aus Kunststoff und PC-Platinen beigefügt. Probenentnahmen vom Boden der Ostsee haben nachgewiesen, dass die Vorkommen an aromatischen Brominen rasant zunehmen und damit ein neues Problem ähnlich wie mit PCB verursachen könnte.

Brundtland-Bericht
Das Ergebnis der Arbeit der Brundtland-Kommission zwischen 1983 und 1987. Diese „Weltkommission“ sollte im UN-Auftrag Vorschläge für langfristige globale Umweltstrategien für eine nachhaltige Entwicklung nach dem Jahr 2000 und von Methoden zur Entwicklung einer Zusammenarbeit der Länder mit dem Ziel einer Verbesserung der Umwelt erarbeiten. Die Brundtland-Kommission prägte den Begriff „Nachhaltige Entwicklung“.

Cadmium (Cd)
Cadmium reichert sich, vor allem in Nieren und Leber, leicht im Körper an. Die Versauerung der Umwelt erhöht das Auswaschen von Cadmium in Meere und Seen. Es wird davon ausgegangen, dass chronische Cadmium-Vergiftungen in Zukunft vor allem aufgrund ihres Mengenanteils in Kunstdünger erheblich zunehmen werden. Cadmium entzieht dem Körper das für ihn notwendige Zink. Aufgrund seiner Toxizität muss die Verwendung von Cadmium unbedingt vollständig eingestellt werden.

Kohlendioxid (CO²)
Ein Gas, das ein natürlicher Bestandteil der Atmosphäre und für Pflanzen lebenswichtig ist. Mitte des 19. Jahrhunderts betrug der CO²-Gehalt in der Atmosphäre rund 270 ppm (Teile pro Million). Durch die Verbrennung von fossilen Brennstoffe ist dieser Gehalt mittlerweile auf 350 ppm gestiegen. CO² ist nicht gesundheitsschädlich aber der wesentliche Auslöser der globalen Klimaerwärmung.

CFC
Siehe Chlorfluorkohlenwasserstoff.

Chlorfluorkohlenwasserstoff
Chlorfluorkohlenwasserstoffe sind synthetische Gase aus Chlor, Kohlenwasserstoff, Fluor und Stickstoff und häufig bekannt als CFC, der Handelsbezeichnung von Du Pont. Neben anderen Bereichen wird CFC für die Wärme- oder Kälteübertragung in Tiefkühltruhen, Kühlschränken oder Klimaanlagen, in der Produktion von Schaumstoffen und zur Reinigung von elektronischen Geräten verwendet. CFC zerstört die Ozonschicht in der Stratosphäre und erhöht dadurch erheblich die gefährliche UV-Strahlung auf der Erde. Außerdem ist CFC ein aggressives Treibhausgas und wird verdächtigt, die DNA zu verändern. HCFC wird allgemein als „weiches CFC“ bezeichnet, da es nicht so extensiv wie CFC zur Zerstörung der Ozonschicht beiträgt. Ein Ersatzstoff ist HFC, der die Ozonschicht nicht angreift. Außerdem wirkt er sich weniger schwer als CFC auf die globale Klimaerwärmung aus.

Chrom (Cr)
Chrom kommt allgemein in zwei Formen – trivalentes und hexavalentes Chrom - vor. Trivalentes Chrom ist sowohl gesundheitsgefährdend als auch ein Allergen. Hexavalentes Chrom gilt als ein Krebsauslöser, Allergen und (bei Einatmung) allgemein als gesundheitsschädlich. Wichtig ist die Tatsache, das sich aus Minen gefördertes Chrom niemals abbaut und immer im Ökosystem verbleibt. Es kann sich beispielsweise im Grundwasser unter einer Mülldeponie anreichern, von dort in das Meer gelangen und von den Fischen, die wie verzehren, aufgenommen werden.

Geschlossenes Verfahren
Die Absicht hinter diesem Verfahren ist die Reduzierung von Emissionen auf Null. In diesem Verfahren werden alle Rückstandsprodukte wieder in das Verfahren integriert und somit nicht in die Umwelt entsorgt. In der Praxis bedeutet das allerdings, dass Rückstandsprodukte durch ihre Rückführung in das geschlossene Verfahren dennoch ein gewisses Abfallaufkommen produzieren, das in die Umwelt gelangt.

CO²
Siehe Kohlendioxid.

Kompostierung
Das Verfahren, bei dem Pflanzen- und Nahrungsmittelreste unter Sauerstoffeinfluss in Erde (Humus) umgewandelt werden. Dieser Humus kann in Parks, Gärten und allgemein in der Landwirtschaft verwendet werden. Große Kompostierungsanlagen erfordern zur Vermeidung eines zu hohen Gehalts an Schwermetallen im Humus eine Abfalltrennung.

Kupfer (Cu)
Ein wichtiges Spurenelement des menschlichen Körpers, wenn auch nur in winzigsten Konzentrationen. Kupfer ist beispielsweise in einer Reihe von wichtigen Enzymen enthalten. Kupfersalze haben eine schädliche Wirkung auf Algen, da sie deren Fotosynthese und Stickstoffbindung unterbrechen. Es wurden erhöhte Kupfergehalte in saurem Grundwasser ermittelt.

Zyklus
Die Umwelt kennt eine Vielfalt von Zyklen. Den grundlegenden Zyklus findet man bei Grünpflanzen, die Sauerstoff und Zucker aus Kohlendioxid und Wasser durch Fotosynthese produzieren. Tiere nutzen die Nährstoffe von Pflanzen durch das Fressen von Pflanzen und anderen Tieren. In den Zellen von Pflanzen und Tieren wandelt die Zellatmung den Zucker und Sauerstoff in Energie, Kohlendioxid und Wasser um. Der Zyklus endet, wenn die Pflanzen das Kohlendioxid und Wasser erneut absorbieren. In einem Zyklus werden alle Rückstandsprodukte eines Prozesses wiederverwendet und kein nutzloser Abfall produziert. Für die Integration von Zyklen in Industrieverfahren müssen Rückstandsprodukte zur Vermeidung von Abfall wiederverwendet werden.

DDT
DDT ist ein äußerst umweltschädliches und hochgiftiges Insektenvernichtungsmittel, dessen Verwendung in vielen Länder verboten ist. Nähere Informationen finden Sie unter PCB, das ähnliche Eigenschaften hat.

Dioxin
Dioxin ist der Sammelbegriff für bestimmte organische Chlorverbindungen. Es gibt 210 Dioxine, von denen einige hochgiftig sind.

Ökologie
Die Erforschung des Zusammenspiels von lebenden Organismen und ihrer Umwelt.

Umweltmanagementsysteme
Immer mehr Unternehmen nutzen das Umweltmanagement für die Ermittlung, welche Auswirkungen ihre Aktivitäten auf die Umwelt haben. Ein wirksames System des Umweltmanagements kann sie außerdem bei der Kontrolle und Einschränkung diese Umwelteinflüsse unterstützen, da es die natürliche Integration von Umweltschutzplänen in andere Unternehmensaktivitäten ermöglicht. Ein Unternehmen, das ein Umweltmanagement praktiziert, muss eine Umweltpolitik und deren Ziele festlegen, einen Umweltplan entwickeln und regelmäßige Umweltprüfungen durchführen. Siehe auch EMAS und ISO 14001.

EMAS
Diese Abkürzung steht für „Eco Management and Audit Scheme“ (Umweltmanagement und Umweltbetriebsprüfung), auch bekannt als „EU-Öko-Audit“. EMAS ist eine Richtlinie der Europäischen Union für die freiwillige Beteiligung von gewerblichen Unternehmen an der Einführung von Systemen des Umweltmanagements und von Umweltprüfungen. Die EMAS-Richtlinie soll Unternehmen bei der systematischen Arbeit an Umweltfragen unterstützen und ähnelt in ihrer Umsetzung der Qualitätsnorm ISO 9000. Es besteht außerdem ein paralleles Umweltmanagementsystem mit der Bezeichnung ISO 14001. Gemäß EMAS müssen Unternehmen eine Umweltpolitik, einen Umweltplan und einen Umweltmanagementplan entwickeln. Darüber hinaus sollen Unternehmen die allgemeine Öffentlichkeit in Form von Umweltberichten über die Ergebnisse ihrer Umweltpläne informieren. Siehe auch Umweltmanagementsysteme.

Energie
Energie kann nicht zerstört, sondern nur umgewandelt werden. Energiequellen lassen sich in drei Hauptgruppen unterteile: Solar-, Fossil- und Kernenergie. Solarenergie lässt sich auf direktem Wege in Form von Wind, Wasser und Biotreibstoffen nutzen. Fossile Brennstoffe sind Kohle, Erdöl und Erdgas. Verschiedene Energieträger, wie Elektrizität, Wasser und Luft, unterstützen die Verfügbarkeit zu ihrer Nutzung. Energie kann für Arbeit, Beleuchtung, Heizen und Transport eingesetzt werden. Im Prinzip wirken sich alle Energiearten auf die Umwelt aus, aber der Grad ihrer Auswirkung ist abhängig von der genutzten Energiequelle.

Umweltprüfung
Ein systematisches Prüfungssystem zur Gewährleistung, dass das Umweltmanagementsystem eines Unternehmens funktioniert und Umweltpläne unter Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften und unternehmensinternen Standards umgesetzt werden. Im Rahmen einer Umweltprüfung werden die Auswirkungen des Unternehmens auf die externe Umwelt, der Umgang mit unternehmensinternen Umweltfragen und die Dokumentation zur Umsetzung und Kontrolle der Umweltpläne überprüft.

Umweltwirtschaft
Ein Teil der Binnenwirtschaft mit dem Ziel der Integration eines ökonomischen und ökologischen Ansatzes. Kurz ausgedrückt lässt sich mit Recht sagen, dass die Umweltwirtschaft den Versuch darstellt, verborgene Umweltkosten – das heißt Kosten, die das derzeitige Wirtschaftsdenken nicht in Betracht zieht – sichtbar zu machen. Moderne Umweltökonomen verwenden dazu Umweltkonten, Wirtschaftsmanagementsysteme, Steuerberichte und andere Mittel.

Ethanol
Die Bezeichnung für einen Alkohol, der als erneuerbarer Kraftstoff für Fahrzeuge verwendet werden kann. Ethanol (auch als Ethylalkohol bezeichnet) ist außerdem ein Lösungsmittel und wird durch die Fermentierung und Destillation von biologischen Stoffen gewonnen.

Fossile Brennstoffe
Fossile Brennstoffe sind das Produkt von Pflanzen und Pflanzenteilen, die vor Millionen von Jahren in die Erdkruste eingeschlossen und über diesen langen Zeitraum in fossile Materie (Kohle, Gas und Erdöl) umgewandelt wurden. Sie sind ein Beispiel von gelagerten Ressourcen und produzieren beim Verbrennen neben anderen Stoffen auch Kohlendioxid. Da dieser Kohlenstoff kein natürlicher Bestandteil des biologischen Kreislaufs ist, wird die Atmosphäre durch zusätzliches Kohlendioxid angereichert, das zur globalen Klimaerwärmung beiträgt. Bei der Verbrennung freigesetzte Substanzen wie Schwefel und Schwermetalle erhöhen deren natürlichen Anteil an der Umwelt.

Schwermetalle
Hochdichte Metalle, wie Cadmium, Blei, Kupfer, Quecksilber und Chrom. In der Alltagssprache werden mit diesem Begriff toxische Metalle von hoher Umweltschädlichkeit bezeichnet. Für nähere Informationen siehe die hier im einzelnen aufgeführten Schwermetalle.

Wasserkraft
Eine Energie, die indirekt von der Sonne erzeugt wird, die Wasser erhitzt, das anschließend als Regen niederfällt und Wasserläufe füllt. Obwohl Wasserkraft im Prinzip keine Emissionen freisetzt, hat sie trotzdem einen großen lokalen und regionalen Einfluss, denn sie verändert durch die Errichtung von Staudämmen und Trockenlegung von Flüssen die Lebensbedingungen an Wasserläufen. Dämme fluten ganze Gebiete mit dem Ergebnis, dass die dort heimische Flora und Fauna verschwindet und ansässige Bewohner zu einem Wohnortwechsel gezwungen werden.

ICC (Internationale Handelskammer)
Die „ICC-Charta für eine langfristig tragfähige Entwicklung“ wird häufig im Zusammenhang mit Unternehmen genannt. Das ICC-Programm umfasst sechzehn Prinzipien des Umweltschutzes, die für eine langfristig tragfähige Entwicklung im wirtschaftlichen Sinne von zentraler Bedeutung sind. Dieses Programm soll Unternehmen bei deren Bemühungen um den Schutz der vielen Umweltaspekte anleiten. Unternehmen werden ermutigt, sich öffentlich zu ihrer Unterstützung dieses Programms zu bekennen und es als Ausgangspunkt für die Verbesserung ihrer eigenen Umweltschutzmaßnahmen zu nutzen.

Eisen (Fe)
Eisen ist ein für Menschen lebenswichtiges Metall. Das beispielsweise in den roten Blutzellen enthaltene Eisen unterstützt die Bindung von Sauerstoff im Blut. Schädliche Auswirkungen können in den Rauchemissionen von eisenverarbeitenden Industrien enthaltene Eisenoxidpartikel haben, die als Auslöser einer benignen Pneumokoniosis (Staublunge) gelten, die ihrerseits das Lungenkrebsrisiko erhöhen kann.

ISO 14001
Eine Norm für das Umweltmanagement. Während die EMAS-Richtlinie nur innerhalb der Europäischen Union (EU) gilt, hat die Norm ISO 14001 eine internationale Tragweite und gilt auch für Unternehmen außerhalb der EU. Die Norm ISO 14001 ist Bestandteil einer Reihe von internationalen Standards zur Regelung des Umweltschutzes. Die Entwicklung weiterer Standards für Bereiche wie Umweltprüfung, Umweltleistung, Umweltkennzeichnung und Bemessung von Lebenszyklen ist im Gange. Die Norm 14001 wird häufig in Umweltdiskussionen zwischen Anbietern und Kunden herangezogen. Siehe auch Umweltmanagementsysteme.

Deponien
Deponien sind eine moderne Art der Abfallentsorgung, die bestimmte Umweltschutzauflagen erfüllen müssen. Sie müssen vor ihrer Nutzung mit einer Fundamentplatte versehen werden, die eine Sammlung und Aufbereitung des Regenwassers ermöglicht, das durch die dort gelagerten Giftstoffe verunreinigt wird. Die Abfallentsorgung in einer Deponie ist eine Alternative zur Müllverbrennung oder zum Recycling.

Blei (Pb)
Blei ist ein hochgiftiges Schwermetall. Da es vom menschlichen Körper nur sehr langsam abgebaut wird, reichert es sich in ihm an. Neben anderen Symptomen stört Blei die Bildung von Hämoglobin, das zur Bindung von Sauerstoff im Blut notwendig ist. Bleihaltiger Kraftstoff war eine Hauptquelle von Bleiemissionen und ist weiterhin in vielen Teilen der Welt ein Problem. Blei, das beispielsweise auch in Stromkabeln und als Zusatz in Lacken verwendet wird, ist eines der toxischsten Schwermetalle, daher muss seine Verwendung für eine langfristige Verbesserung des Umweltschutzes eingestellt werden.

Energiesparlampen
Produzieren mit einem um das Fünf- bis Sechsfache niedrigeren Energieverbrauch als herkömmliche Glühbirnen eine mit diesen identische Lichtfülle. Ihre Lebensdauer ist acht- bis zehnmal länger als die einer entsprechenden Standardglühbirne.

Quecksilber (Hg)
Quecksilber hat einzigartige Eigenschaften. Sein Schmelzpunkt liegt bei -39° C, und Quecksilberdämpfe werden bereits bei so niedrigen Temperaturen wie 20° C freigesetzt, obwohl der Siedepunkt dieses Metalls bei 375° C liegt. Quecksilber in seiner metallischen Form beeinträchtigt nicht die Umwelt, aber seine Dämpfe werden leicht über die Atemwege aufgenommen, reichern sich beispielsweise im Nervensystem an und schädigen längerfristig das Herz und die Nieren des Menschen. Quecksilber verbindet sich leicht mit anderen Substanzen und wird damit hochgiftig. Es wird außerdem auch leicht von Pflanzen und Tieren aufgenommen und löst schwere Schäden aus. Bei einer hohen Emissionsbelastung lagert sich Quecksilber im Körper ab, da dieser diese Menge nicht länger abbauen kann. Die Konzentration von Quecksilber erhöht sich, je höher es in der Nahrungskette aufsteigt. Diese Tatsache hat die Vermehrung von Tieren, beispielsweise bei Vögeln, beeinträchtigt. Ein Teelöffel mit Quecksilber ist ausreichend für die Verunreinigung eines ganzen Sees. Aufgrund seiner Toxizität und Volatilität sollte Quecksilber nicht genutzt werde, sondern in seiner inaktiven Form in der Erdkruste verbleiben. Bereits gefördertes Quecksilber muss so gelagert werden, dass es nicht in die Umwelt gelangen kann.

Metalle
Metalle setzen sich aus vielen unterschiedlichen Substanzen zusammen, die alle Elemente sind und daher nicht zerstört oder aufgelöst werden können. Kombiniert mit anderen Substanzen entwickeln sie sich jedoch verschiedene Merkmale mit unterschiedlichen Umwelteinflüssen.

Erdgas
Ein in der Erdkruste gelagerter fossiler Brennstoff, der weniger Kohlendioxid- und Schwefelemissionen freisetzt als die Verbrennung von Erdöl. In einigen Fällen kann Erdgas durch Biogas, einem erneuerbaren Brennstoff, ersetzt werden.

Stickstoffoxid (NOx)
Stickstoffoxid bildet sich bei Verbrennung durch die Oxidierung des Stickstoffs in der Verbrennungsluft. Emissionen von Stickstoffoxid tragen zur Versauerung, Eutrophierung und „Smog” bei und können die Vegetation direkt schädigen.

Kernenergie
Kernenergie, eine relativ neue Energieform, nutzt die Energie, die zwei Atome zusammenhält. Die Spaltung von Atomen setzt Energie frei, die wir als Kern- oder Atomkraft bezeichnen. Uran, eine radioaktive Substanz, wird zu diesem Zweck eingesetzt. Bei seiner Spaltung erzeugt es andere radioaktive Spaltungsprodukte. Die wesentlichen Umweltprobleme in Verbindung mit der Kernenergie sind der Umgang mit und die Emission von radioaktiven Substanzen. Aufgrund der verheerenden Wirkung dieser Substanzen auf lebende Organismen (eine Veränderung der Moleküle in Lebendzellen löst beispielsweise Krebs oder genetische Defekte aus) unterliegt die Kernenergie in den meisten Ländern einer strengen Regulierung. Die meisten Emissionen von radioaktiven Substanzen sind die Folge von Fehlern und Katastrophen. Eine weitere Bedrohung durch die Kernenergie ist die Möglichkeit der Weiterverarbeitung ihres Abfalls zu Plutonium, das zur Herstellung von Atomwaffen verwendet wird.

Ozonschicht (O3)
Eine dünne Schicht aus Ozon in der Stratosphäre in einer Höhe von 25 000 Metern, die vor der gefährlichen UV-Strahlung der Sonne schützt. Ozon besteht aus drei Sauerstoffmolekülen, die sich zu Sauerstoff (mit zwei Sauerstoffatomen) zerteilen und dann erneut Ozon bilden. Der aktuelle Anstieg von Hautkrebs wird teilweise der Zerstörung der Ozonschicht zugeschrieben. Diese Schicht hat sich in den letzten Jahren verringert und zeitweise – vor allem über den Erdpolen – vollständig aufgelöst. Ozonmoleküle werden durch natürliche Gase wie Methan und Distickstoffoxid (Lachgas) sowie Chlor- und Bromverbindungen (CFC, HCFC und Halogen) zerteilt.

PCB
PCB (Polychlorbiphenyl) ist eine naturfremde, langlebige Substanz, deren gravierendsten Schädigungen bisher bei Fischen und Vögeln beobachtet wurden. Da PCB auch in die Nahrungskette gelangt, schädigt es letztendlich auch den Menschen. Gegenwärtig haben alle Tiere und Menschen diese Art des Umweltgifts in ihren Körpern gespeichert.

Benzin
Ein aus Rohöl hergestellter fossiler Brennstoff. Benzin setzt bei seiner Verbrennung unter anderem Kohlendioxid (CO²), Kohlenwasserstoff (HC) and Stickstoffoxid (NOx) frei und trägt zur globalen Klimaerwärmung, Versauerung der Atmosphäre und Eutrophierung bei. Katalysatoren an Fahrzeugen reduzieren zwar die Emissionen von Kohlenwasserstoff und Stickstoffoxid, aber nicht die von Kohlendioxid.

Phosphor (P)
Gemeinsam mit Stickstoff ist Phosphor einer der wichtigsten Nährstoffe und Nährsalze, die für alle Tiere und Pflanzen lebenswichtig sind. Der Großteil des in die Meere und Seen gelangten Phosphors stammt von Auswaschungen in Wäldern und Agrikulturen, in denen Kunstdünger verwendet wird, sowie aus Aufbereitungsanlagen. Ein unnatürlich höher Phosphorgehalt führt zu einer Überdüngung (Eutrophierung).

Fotosynthese
Ein biologischer Prozess bei Grünpflanzen, der die Energie des Sonnenlichts durch Kohlendioxid und Wasser in chemisch gebundene Energie in Form von Zucker umwandelt und dabei als Nebenprodukt Sauerstoff produziert. In diesem Prozess binden Pflanzen das Treibhausgas Kohlendioxid. Die  grünen Pflanzenzellen sind die Hauptarchitekten von Mutter Natur, und die Fotosynthese die Basis des natürlichen Lebenskreislaufs der Erde.

Kunststoffe
Ein Sammelbegriff für Materialien mit verschiedenen Eigenschaften aus langen Kohlenstoffketten. Kunststoffe (oder „Plastik“) werden so gut wie ausschließlich aus fossilem Kohlenstoff auf Basis von Erdöl oder Erdgas hergestellt, der mit Chemikalien vermengt wird. Kunststoff kann in verschiedene Kategorien unterteilt werden. Eine davon sind thermoplastische Kunststoffe, die durch Erhitzen transformiert werden können, und harte Kunststoffe, die sich beim Erhitzen nicht transformieren, sondern erhärten. Kunststoffe haben, von der Öl- und Gasförderung über ihre Herstellung bis hin zu ihrer Entsorgung, in allen Phasen ihres Vorhandenseins einen Einfluss auf die Umwelt. Es gibt zwar umfassenden Studien über die Auswirkung von Kunststoffen auf die Umwelt, aber eine kategorische Aussage, welcher Kunststoff besser ist als andere, bleibt jedoch schwierig. Es lässt sich aIlerdings mit einiger Bestimmtheit feststellen, dass auf Chlor basierende Kunststoffe (siehe PVC) aus der Umweltperspektive schädlichere Auswirkungen als andere Kunststoffe haben. Der Grund dafür ist, dass sich der Chlorgehalt im Kunststoff mit umweltschädlichen organischen Substanzen verbinden kann.

PVC
Kunststoff aus Polyvinylchlorid wird für Bodenbeläge, Vinyltapeten, Stromkabel und andere Produkte verwendet. PVC enthält Chlor, das bei Verbrennung Chlorwasserstoffsäure und Chlorkohlenwasserstoff produziert. Diese Stoffe tragen zu einem Anstieg von chlorhaltigen organischen Verbindungen wie Dioxinen im Boden und Wasser bei.

Rezipient
Die Bezeichnung eines „Empfängers“ von Emissionen, d.h. Wasser, Luft oder Boden, die Emissionen am Ende absorbieren.

Erneuerbare Energien
Zu den erneuerbaren Energien zählen unter anderem die Solar-, Wind- und Wasserenergie sowie bestimmte Biobrennstoffe. Das grundlegende Merkmal dieser Energieform ist ihre Erneuerbarkeit innerhalb eines vorhersehbaren Zeitraums. Eine Ausnahme bildet die Sonnenenergie, da die Sonne ständig Energie erzeugt (sofern man die Tatsache außer Acht lässt, dass die Sonne in vielen Milliarden Jahren nicht mehr existieren wird).

Lösungsmittel
Ein Sammelbegriff für Substanzen, die andere Substanzen auflösen. Organische Lösungsmittel stehen aufgrund ihrer Gesundheitsschädlichkeit im Fokus der Aufmerksamkeit und haben in den letzten Jahren auch durch ihren Einfluss auf die Umwelt ein wachsendes Interesse auf sich gezogen. Das gilt vor allem für organisch-flüchtige Substanzen, da diese die Produktion von Ozonkonzentrationen in Bodennähe unterstützen. Benzin, Xylen und Trichlorethylen bergen beispielsweise alle eine hohe Gesundheitsgefahr.

Schwefel (S)
Bei der Verbrennung von schwefelhaltigen Brennstoffen, wie Kohle und Erdöl, bildet sich Schwefeldioxid, das in der Atmosphäre in Schwefelsäure umgewandelt wird. Dieser chemische Prozess ist die Hauptursache der Versauerung von Boden und Wasser. Gleichzeitig ist Schwefel in kleinen Mengen eine lebenswichtige Substanz für lebende Organismen.

Thermodynamik
Ein Wissenschaftszweig innerhalb der Physik, der sich mit der Konformität des Verbrauchs von Energie und Materie in verschiedenen Prozessen beschäftigt.

1. Das erste Prinzip der Thermodynamik basiert auf der Feststellung, dass Energie und  Materie weder neu produziert noch konsumiert werden können, Energie andererseits aber von einer Form in eine andere Form umgewandelt werden kann. Kinetische Energie kann beispielsweise in elektrische Energie und diese in thermische Energie transformiert werden.

2. Das zweite Prinzip der Thermodynamik basiert auf der Feststellung, dass sich Unordnung (Entropie) in einem isolierten System immer verstärkt. Anders ausgedrückt: Alles hat die Tendenz einer eigenständigen Ausbreitung. Es ist zwar möglich, durch Zufuhr von Energie lokal aus einer Unordnung wieder eine Ordnung herzustellen, aber es bleibt das Problem bestehen, dass sich Unordnung an anderer Stelle im System immer weiter verstärken wird.

Toxizität
Der wissenschaftliche Begriff für „Giftigkeit“. Verschiedene Substanzen haben auch eine unterschiedliche Toxizität. Einige, wie Dioxine, haben bereits in geringen Mengen eine sofortige toxische Wirkung. Andere, wie Spurenelemente, sind nur in hohen Mengen und erst nach einer langzeitigen Ablagerung im Körper toxisch.

Windkraft
Indirekte Sonnenenergie, die durch den Luftstrom entsteht, den der Austausch von aufsteigender warmer durch kühlere Luft bewirkt. Windkraft hat nur eine sehr geringe Auswirkung auf die Umwelt. Die Geräuschentwicklung der Windkraftanlagen und die durch sie entstehende Veränderung des natürlichen Landschaftsbildes können einige Standorte für ihre Erzeugung allerdings ungeeignet machen.

VOC
Die Abkürzung für „Volatile Organic Compounds“ (Flüchtige organische Substanzen). Diese bestehen aus Kohlenstoff, Sauerstoff, Stickstoff, Chlor und anderen Atomen, die leicht Gase produzieren. Die in der Industrie und im Haushalt verwendeten organischen Lösungsmittel sind VOC-Beispiele. Sie unterstützen die Bildung von Ozon in Bodennähe und „Smog“.


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